1. Rosstrappen-Downhill

Freitag Nachmittag ging es gen Osten in dat jute alte ThaleAlexander Kniewald (Knülli) und ich wollten mal gucken, was die Tabarzer Jungs auf die Beine gestellt hatten und so mussten wir uns erstmal mit Stau auf der A2 zufrieden geben.
Uns wurde das Ganze zu unheimlich und lange und so wechselten wir auf die wahre Überholspur.
Der Brocken kam scho in Sicht, das in uns Raceparkfeeling erwachte, doch wir mussten noch etwas weiter. Vor Ort überraschte uns die geringe Zahl der Fahrer, wir suchten uns den bestmöglichsten Platz im Schatten aus. Zuvor waren wir einmal die Strecke abgegangen.
Nachts schlichen dann noch Wildschweine um unser Zelt, wie sich am nächsten Morgen herausstellte. Wir hatten uns vorgenommen um 8h auf der Piste zu sein, was wir auch mehr oder weniger einhielten. Das Training lief gut, die Strecke war staubtrocken, teilweise 10cm tiefer Staub/Sand und richtig schnell.
Die einigen Uphillpassagen in Schräglage schlauchten scho ordentlich, doch davon liessen wir uns nicht beeindrucken. Nur der Zieldouble macht mir Sorgen, da ich endlich einsehen musste, dass man mit einem 32 Ritzel nicht genug Speed bekommt.
Das merkte ich auch auf den langen Gerade im oberen Streckenteil, wo ich einfach ins Leere trat – genauso wie bei meinem ersten Seedingrun, der wegen technischer Probleme gecancelt wurde, aber in Qualisituation durchgefÌhrt wurde.
Sprich, 30 Sekunden Abstand zwischen jedem Fahrer. Soweit so gut, bis meine Kette sich in der Kettenführung verklemmte, durch einen ordentlich Tritt aber wieder aufsprang und zwischen der Table und Doublekombi sich ganz verabschiedet. Dem tat ich gleich, da ich kurz vorm Absprung in die linke Pedale trat, aber kein Gegendruck mehr spürte und so schwupdiwup im 45°-Winkel in die Pampa hüpfte.
Halb so schlimm, war ja „nur“ Training.
Wie verhext passierte mir das gleiche nochmal an der Stelle, diesmal aber im „richtigen“ zweiten Seedingrun. Ich musste vier Fahrer an mir vorbeilassen, während ich in der Zeit meine Kette wieder einfädelte.
Das bedeutete für mich letzter Platz mit einer Zeit von 5,24,86min.
Am Abend war dann noch MDR mit einer Liveübertragung, Jumpsession am Zieldouble und der obligatorische Marsch durch Thale-City zum Reviermarkieren. Auf dem Weg konnte ich es mir nicht verkneifen von der Telekoms Grinsebacke Nr. 1 ein Foto zu machen. Den Heini hatte ich scho seit Jahrenden aus meinem Gedächtnis gestrichen. Wunderte mich nicht besonders, dass wir gerade hier ihn wiedersahen.
What ever, der Abend ging gut aus.
Am nächsten Morgen standen wir auf, mit etwas psychischem Druck, da ich „heile“ ins Ziel kommen musste. Gesagt getan, zwei perfekte Trainingsläufe, bei denen wir es auch liessen.
Den ersten Finalrun beendete ich, wie vorgenommen, sicher aber flott, um beim zweiten volles Risiko einzugehen.
4,00,71min/Platz 15 hiess es für mich.
Beim zweiten Run setzte ich alles auf eine Karte und wählte eine komplett andere Line, die mich mit einer 3,51,93/Platz 9 belohnte.
Das Endergebnis poste ich, so bald ich es hab, nach, da noch ausgewertet wird. Bester Run zählt…
Alles in Allem ein sehr geiles WE, wo das Wetter natürlich wieder eine entscheidene Rolle einnahm.
Top 10 für mich, schlechter und besser. Thale: Immer wieder gern!