Jedermann Downhill & Niedersächsische Meisterschaft

Samstagmorgen 6:00h es rumpelt beim mir im Bett. Aufstehen war angesagt und Abfahrt zu den Niedersachsenmeisterschaften nach Merxhausen/Solling. Vor Ort traf ich auf Johannes und seine Freundin und einige andere bekannte Gesichter. Ganz locker testeten wir die Strecke, die im Gegensatz zum Solling-Downhill entschärft wurde.
Der übliche Shuttledienst im Viehtransporter – so fühlten wir uns zumindest – begleitete uns das ganze Wochenende. Nach einigen Abfahrten machten wir dann unser Sektionstraining wo das ein oder andere Foto entstand. Die Strecke nahm nur 1,3km in Anspruch, aber mit etlichen Flachstücken auch die Kondition beim Treten.
Den ganzen Tag ballerte die Sonne, nur am Abend musste der Himmel für ca. 3min seine Schleusentore öffnen und binnen Sekunden stand das Fahrerlager unter Wasser. Das ein oder andere Zelt machte sich selbstständig – wir retteten uns in unsere Autos.
Danach genoss ich noch gegrillte Bockwürstchen aus Müslischale mit Milchresten und machte mich auf die fixe Rückfahrt, um den Guido am nächsten Morgen abzuholen – Sonne auf der Rückfahrt.
Sonntag also wieder 6:00 aufstehen, meine sieben Sachen packen und zum Guido rödeln.
Nach den ersten Trainingsfahrten kam die Reifenfrage auf. Fast jeder wechselte innerhalb von zwei Stunden die Reifensätze von Schlammreifen wieder zu „Normalreifen“, da sich der durchweichte Boden vom Regenguss des Vorabends langsam erholte. Es wurde geknobelt ob die Fahrt durchs Steinfeld vielleicht sogar langsamer sei, als der Chickenway und es wurde hin und her probiert.
Gegen Mittag stand mit etwas Verzögerung und für mich mit gut 1 1/2 Stunden Wartezeit der erste Finallauf an. Dieser verlief für mich eigentlich recht gut, kein Sturz o. Ä., daher eine Zeit von 2:09:30 mit der ich mich in der Top 5 meiner Klasse einordnete.
Die meisten Fahrer waren im Zieleinlauf sichtlich geschafft und der ein oder andere fiel vor Schwäche vom Rad.
Gegen Nachmittag war es dann auch Zeit für den zweiten Lauf, den einige Fahrer weniger bestritten. Genaue Temperaturen kenne ich nicht, es war aber definitiv zu heiss zum Fahren.
Schon beim ersten Sprung vertüdelte ich mich und fuhr in eine Matschrinne, was mich sicherlich zwei drei Sekunden kostete. Die Konzentration liess auch an einer anderen Stelle nach und so rettete ich mich doch noch ohne Sturz ins Ziel mit komischerweise genau der gleichen Zeit.
Da „Best Of Two“ gefahren wurde, landete ich letztendlich auf Platz 5 mit dem ich sehr zufrieden bin.
Wettertechnisch verlangte selbst die Sonne das Letzte von jedem Fahrer. Ich hätte mir vom Veranstalter noch gewünscht, dass bei solchen Wetterverhältnissen Wasser und Stärkungen im Zielbereich für jeden Fahrer angeboten werden, was bei vielen Rennen schon Gang und Gebe ist.
Sonst ein sehr schönes Rennwochenende, was mit einer zufälligen Polizeikontrolle endete, weil sich mein Beifahrer mit Downhillbrille ins Auto stellte und aus dem Schiebedach die Gegend observierte.