3. Platz

Donnerstag früh Abfahrt Richtung WiBe. Pünktlich zur SRAM X0 Enduro Challenge konnten sich Marius, Johann und ich auch in der Teamwertung (Team Axtstielerei) anmelden. Am frühen Nachmittag starteten wir in der zweiten Gruppe ziemlich zu letzt, was uns aber nicht aus der Ruhe brachte.

Uns erwarteten sechs Stages die mit einem Transponder gewertet wurden. Im Gegensatz zum Vorjahr waren die Strecken etwas anspruchsvoller und länger. Da wir ziemlich am Schluss losgefahren sind, waren alle Stages schon eingefahren. Dies sollte sich aber auch als Nachteil erweisen, da bekanntlich beim Endurorennen auf Sicht gefahren wird (niemand kennt die Strecken vorher), endeten dementsprechend viele Wege in der Botanik. Es klingt schlimmer als es war – man schulterte einfach wieder sein Radl und hielt nach der nächsten Markierung Ausschau. Meist rutschte man auch nur aus den Kurven und fand sofort wieder zurück. Knapp drei Stunden und ca. 22km später erreichten wir wieder den Bikepark Winterberg.

Was als lustige „Sonntagstour“ mit lockeren Wertungsprüfungen begann, endete auf dem Podium als 3. Platz von 25 Teams in der Teamwertung (ich stand träumenden in der Publikumsmenge und nuckelte an meinem Bier, als mir Marius einen „Schlach in Nacken“ gab …).

Von den 200 Startern konnte ich erfreulicherweise auch noch den 8. Platz in der Einzelwertung belegen.
Photocredits: Albert Rein.
Für Freitag bis Sonntag stand das erste Rennen des German Downhill Cups auf dem Programm. Die leicht veränderte Strecke vom Vorjahr erwies sich als sehr schnell und flüssig zu fahren. Man fühlte sich gleich wohl, was auch an den heissen Temperaturen lag, die den Track nach und nach in einen Sandkasten verwandelten.

Im Seedingrun hatte ich einen derben Patzer als ich vor einem Baum parkte und den Anker werfen musste. Das Wetter schlug sich wacker und so konnte man am Sonntag noch etwas trainieren. Die Betonung liegt auf „etwas“, da die von mir eingeplanten drei Stunden Training für immerhin 1,5 Abfahrten mit etlichen Zwischenstops reichten – der Krankenwagen & Hubschrauber musste leider sehr oft antreten.

Dafür ging es dann nervös in den Finalrun – der Regen blieb aus – ich musste natürlich meinen mauen Seedingrun verbessern. Bis zum ersten neuen Stück lief alles prima, doch dann huppelte ich unglücklich über einen Baumstumpf, der mich aus der Line kickte. Ohne Sturz ging es weiter ins Ziel mit einer Sekunde Verbesserung zum Vortag.