iXS-SDC #1 Morgins

Ich entschied mich ganz spontan am Donnerstag nach Morgins ins allseitsbekannte Portes Du Soleil zu fahren. Gegen Mittag hatte ich noch mein Radl fertig zusammengebaut und schmiss meine ‚sieben Sachen‘ in Bus und Abfoahrt. Um 0 Uhr erreichte ich das Fahrerlager, bzw. Morgins. Denn die Fahrer durften (?) sich in ganz Morgins ausbreiten. Das war sehr schön, da es angenehm ruhig, nicht eng und noch familiärer war.
Ich hatte mich schon damit abgefunden am Wochenende alleinunterhaltend die Strecke unsicher zu machen, doch bei der Anmeldung traf ich noch auf die beiden Krachos Schnettler und Ferdinand Brunold. Der Trackwalk war sehr anstrengend, da die gut 3,5km Streckenlänge nicht sehr kurz waren.

Die nächsten beiden Tage gings ins Training bei bestem Sonnenschein. Die Liftschlange war kurz, der Lift schnell und ein lauschiges Plätzchen zum Campen gefunden: Perfekt!

Wer Anlieger fahren kann, war in Morgins auf der Strecke bestens aufgehoben. Nur Anlieger, zwei Wurzelstellen, die aber nicht weiter anspruchsvoll waren. Anspruchsvoll wurde die Strecke im Laufe des Wochenendes, weil sie immer mehr augebombt war. Die Bremslöchern waren teilweise nicht mehr feierlich. Mich hatte am Ende des Tages noch ein Bremsloch überredet über den Lenker zu gehen.

Im Seedingrun am Samstag hatte ich mir vorgenommen die 5min Strecke möglichst flüssig und sauber runterzufahren. Es hiess also Kraft einteilen. Ab 2/3 der Strecke hatte ich dann den Starter vor mir eingeholt? Das wollte ich garnicht glauben. Brüllend, er solle doch Platz machen – auf allen Sprachen die ich konnte – machte er KEINEN Platz. Somit verlor ich gut 30 Sekunden und mehr. In der letzten Zielkurve konnte ich ihn dann noch überholen und den Moderator ins Stottern bringen, weil er nicht wusste welchen Fahrer er als Erstes ankündigen sollte. Ohne Blockade wäre die Top40 sicher gewesen.
Abends machten wir dann nochmal einen Trackwalk, um uns kraftschonendere Lines rauszusuchen. Da gab es durchaus noch zwei drei Stellen, um die Unterarme etwas zu schonen.
Sonntag Morgen ging es ins Training. Die Nacht hatte ein zwei drei Schauer gegeben, die der Strecke aber nicht so viel angetan hatten wie die Meisten zuvor dachten. Also ein Run mit Highroller und einer mit Wetscream. Highroller ist und war an dem Wochenende die beste Wahl. Letzte Trainingsabfohart, um einen kompletten Run hinunterzubringen. Es ging soweit gut, bis ein anderer Fahrer einfach mal wieder nicht nach hinten gucken wollte, als er in der Landung stand. Rums, Durchschlag, abgefangen und over the bars. Im Ziel bemerkte ich, dass mein Sattel sich im Oberschenkel verewigt hatte.  ENDE bis zum nächsten Rennen.