Punta Ala

Letztens ging es nach Punta Ala in Italien. Ich hatte schon länger die Region zwecks Fahrradfahrerei auf dem Zettel. Also starteten wir kurz nach Weihnachten, um bis ins neue Jahr hinein die Trails unter die Stollen zu nehmen. Daniel von Kossak (Propain Factory Team) sammelte ich auch in Hannover ein, um von dort aus morgens um 4h die Reise anzutreten. Mit kurzem ADAC-Intermezzo zu Hause und Schneeregen auf der BAB trafen wir uns mit dem Rest der Sippschaft (Jörg & Florian von Last-Bikes, Jan Hansmann aka Fotofinger) in Karlsruhe. Von dort aus ging es gemeinsam mit kurzem Zwischenstop in Freiburg ins 1500km entfernte Puntone bei Punta Ala.Am nächsten Morgen weckte uns bestes Wetter, wie auch die darauffolgenden Tage. Es gibt ein zwei Shuttleorganisationen vor Ort, die auch zu den Einstiegsorten der Strecken fahren. Wir pedalierten allerdings komplett durch. Wir starten jeden Tag mit dem Auto und fuhren zu den jeweiligen Gegenden, um von dort aus auf die Berge hochzuradln. Im Durchschnitt fuhren wir pro Tag fünf Trails (ca. 30km/ca.1200hm). Diese kannte Daniel schon von den letzten Rennen der European Enduro Series und guidete uns durch die Region.Die Trails befinden sich alle auf relativ festem Untergrund. Mal liegen ein lose Steine auf den harten Lehm-/Erdböden, mal fährt man in ausgespülten Rinnen. Mal geht es über Steinstufen den Berg hinunter, oder auch mal in gerölligen Bachbetten. Die Bikeregion Gardasee stellt für mich das eine Extrema dar: 99,9% nur Steine. Punta Ala ist etwas weniger steinig und bspw. Finale Ligure wiederum noch etwas zarter …Auch sind die Menschen in Punta Ala und Umgebung sehr freundlich – wie überall in Italien! Wir trafen fast jeden Tag Jäger, die sich mit uns arrangierten und freundlich grüßten, oder auch nur mal plauschen wollten. Wir waren willkommen!Über Silvester besuchten uns Julia Hofmann und Tobias Woggon, mit denen wir die Tage auch ein paar Trails fuhren. Silvester war für mich das erste Mal auswärts und auch ohne Böllerei in den Ohren. In den Supermärkten gab es keine Raketen oder geschweige denn Böller. Dafür eine Hand voll Kleinkinder, die um 0 Uhr direkt vor der Carabineri-Station böllerten.Bei plus 15 Grad konnten wir die restlichen Tage immer neue Trails entdecken. Von Schnee und Chaoswetter war zumindest bei uns nichts zu spüren. Mit 20 Grad bei Mailand und blauem Himmel ging es wieder gen Norden.