Die Entdeckung der Zeit

Ich bin seit zwei Tagen temporär (?) handylos. Es war Zeit für ein neueres Modell (gebraucht!), da das Alte inkontinent geworden war.
Freitag hatte ich das Handy … pardon, Smartphone völlig selbstverständlich sauber gemacht, verpackt und abgeschickt.

Was passiert eigentlich in den nächsten Tagen? Dich kann niemand mehr erreichen!
Was ist, wenn Du mal schnell wen anfunken musst? Geht nicht, Pech!

Heute ging es mal wieder zur Abwechslung nach HH. Am Vorabend wurde eine Uhrzeit verabredet. Punkt! Kein Handy –> kein Wecker. Wie immer halb 8 aufgewacht, kurz den obligatorischen Opstsalat geschnippelt, ging es halb 9 zum lokalen Dealer des Kraftstoffs. Kurzer Plausch und ab aufn Bock. Diesmal komplett über die verregneten Landstraßen Richtung Norden. Die Lüneburger Heide mit ihren leichten Hügeln war der Sport des Tages. Zwei Stunden später drückte ich den Klingelknopf.

Auch die Rückfahrt war völlig unproblematisch. Sonntag Morgen, kein Autoverkehr, ein paar Jogger, Vogelgezwitscher, eine leichte frische Brise und mit konstant 100 110 über die landschaftlich reizvollere Reiseroute gespult.
Früher oder später war ich in Trance, und spulte das Programm wie einstudiert ab. Das war auch überhaupt garkein Problem. Ab und zu kam ein Auto entgegen. Man konnte auch mal etwas zügiger durch die Ortschaften und konstant & flowig fahren.
Kein Radio, kein Smartphone, kein Zeitdruck – einfach keine Ablenkung. Einfach Fenster auf, Lüftung auf lauwarm und fahren.
Zum Zeitabgleich konnte nichtmal die Autouhr herhalten, da die etliche Stunden falsch anzeigte.
Es herrschte Ruhe, Ausgeglichenheit, Unabhängigkeit. Perfekt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s